Trini Lopez

* 15.05.1937 in Dallas, Texas
† 11.08.2020
Erstellt von Medienhaus Aachen
Angelegt am 12.08.2020
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Über den Trauerfall (8)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Trini Lopez, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Trini Lopez

12.08.2020 um 11:06 Uhr von Redaktion

Trini Lopez, geboren als Trinidad López III (* 15. Mai 1937 in Dallas, Texas; † 11. August 2020 in Rancho Mirage, Kalifornien), war ein US-amerikanischer Pop-Sänger.

Leben

12.08.2020 um 11:05 Uhr von Redaktion

Lopez’ Eltern stammten aus Mexiko, ließen sich aber nach ihrer Heirat im texanischen Dallas nieder. Dort wuchs Lopez mit vier Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Er besuchte in Dallas die Grundschule und die N. R. Crozier Tech High-School. Da er seine Eltern finanziell unterstützen musste, brach er die High-School vorzeitig ab. Sein Vater, der als Sänger und Schauspieler gearbeitet hatte, brachte seinem Sohn das Gitarrespielen bei. Nach einer Zeit als Straßenmusikant gründete Lopez eine eigene Band und begann in Clubs, zunächst in Texas und später darüber hinaus, als Sänger aufzutreten.

 

1958 schrieb Lopez einen eigenen Song mit dem Titel The Right to Rock, den er bei der kleinen Plattenfirma Volk veröffentlichte. Er erregte damit die Aufmerksamkeit des Labels King Records aus Cincinnati, Ohio, das ihm einen dreijährigen Plattenvertrag anbot. Zunächst ließ man ihn vorrangig Coverversionen alter Countrysongs aufnehmen, die wenig Erfolg brachten. Erst der Wechsel zur Plattenfirma Reprise Records und zu Produzent Don Costa brachte Lopez 1963 mit dem von Pete Seeger geschriebenen Lied If I Had a Hammer den Durchbruch. Der Titel erreichte in den Hot 100 des US-Musikmagazins Billboard den dritten Platz, die Single wurde weltweit vier Millionen Mal verkauft. Er wurde auch auf der Langspielplatte Trini Lopez at PJ’s veröffentlicht. Es wurde Lopez’ erfolgreichstes Album mit Platz zwei in den US-Top 200. Bis 1968 konnte sich Lopez mit insgesamt 13 Titeln in den Hot 100 platzieren. Auch die Hitlisten in Großbritannien (5) und Deutschland (9) verzeichneten mehrere Trini-Lopez-Titel. Lopez’ große Popularität in Deutschland veranlasste das deutsche Label Ariola, 1965 auch zwei deutschsprachige Singles herauszubringen. Mit dem Titel Lebe wohl, Daisy Girl kam Lopez auf Platz 39 der Musikmarkt-Charts. Bis 1970, als er bei Reprise seine letzte Single veröffentlichte, hatte Lopez etwa 50 Singles besungen und über 20 Langspielplatten herausgebracht.

 

Am Ende der 1960er Jahre begann Lopez als Schauspieler eine neue Karriere. Nach ersten Rollen in TV-Serien verhalf ihm sein Sängerkollege, Schauspieler und Inhaber der Plattenfirma Reprise Frank Sinatra zum Einstieg in das Filmgeschäft. Gemeinsam mit Sinatra gab Lopez sein Filmdebüt in Marriage on the Rocks. Seine erste Hauptrolle erhielt er 1973 in dem Film Antonio.

 

Neben seinen künstlerischen Tätigkeiten engagierte sich Lopez im karitativen Bereich. Er unterstützte unter anderem die Wohltätigkeitsorganisation March of Dimes, den US-Jugendverband Boy Scouts of America sowie Stiftungen gegen Krebs und Diabetes. Im US-Congress wurde Lopez für sein Engagement in den internationalen Beziehungen geehrt und zum Goodwill-Botschafter der Vereinigten Staaten ernannt. Für seine künstlerischen Leistungen wurde er neben dem Diamond Award für 100 Millionen verkaufter Alben auch mit dem Las Vegas Walk of Stars ausgezeichnet. Seine öffentlichen Auftritte im Showgeschäft setzte Lopez auch noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit großem Erfolg fort. Im Jahr 2000 schloss er mit Sony International Records einen Zweijahresvertrag über die Produktion mehrerer Compact Discs ab.

 

Trini Lopez starb im August 2020 im Alter von 83 Jahren an den Folgen von COVID-19.

Diskografie

12.08.2020 um 11:03 Uhr von Redaktion

Vinyl-Singles

A/B-SeiteKatalog-Nr.Veröffentlichung

Volk

The Right to Rock / Just Once More101August 1958

King

Rosalia / Nola5173Januar 1959

Rock On / Since I Don’t Have You5187März 1959

Love Me Tonight / Here Comes Sally5198April 1959

I’m Grateful / Don’t Let Your Sweet Love Die5234August 1959

Nobody Loves Me / Nobody Listens to Our Teen Age Problems5284Oktober 1959

Sweet Thing / Chain of Love5304Januar 1960

Jeanie Marie / Schemer5234Februar 1960

It Hurts to Be in Love / The Search Goes On5344Mai 1960

Then You Know / Don’t Treat Me That Way5418November 1960

One Heart, One Life, One Love / You Broke the Only Heart5487März 1961

Jeanie Marie / Love Me Tonight5801Oktober 1963

Don’t Go / It Seems5820November 1963

Nobody Loves Me / The Club for Broken Hearts5824Dezember 1963

Yes You Do / Won’t You Be5849Februar 1964

The Search Goes On / Chain of Love6021Januar 1966

Reprise

Medley: Gotta Travel On / Volare / What’d I Say199April 1963

A-ME-RI-CA / Let It Be Known20,168Mai 1963

La Bamba (Part I) / B: La Bamba (Part II)20,190Juni 1963

If I Had a Hammer / Unchain My Heart20,198Juli 1963

Kansas City / Lonesome Traveler20,236November 1963

Jailer, Bring Me Water / You Can’t Say Good-By0260Februar 1964

What Have I Got Of My Own / Ya Ya0276April 1964

Michael / San Francisco De Assisi0300August 1964

Sad Tomorrows / I’ve Lost My Love for You0328November 1964

Lemon Tree / Pretty Eyes0336Dezember 1964

Are You Sincere / You’ll Be Sorry0376Mai 1965

Sinner Man / Double Trouble0405Oktober 1965

Made in Paris / Pretty Little Girl0435Januar 1966

I’m Comin’ Home, Cindy / The 32nd of May0455März 1966

La Bamba – Part 1 / Trini’s Tune0480Juni 1966

Pancho Lopez / Hall of Fame0508August 1966

Takin’ the Back Roads / Your Ever Changin’ Mind0536November 1966

Gonna Get Along Without Ya’ Now / Love Letters0547Januar 1967

Up to Now / In the Land of Plenty0574April 1967

The Bramble Bush / The Ballad of the Dirty Dozen0596Juni 1967

I Wanna Be Free / Together0618August 1967

It’s a Great Life / Let’s Take a Walk0648Dezember 1967

Sally Was a Good Old Girl / It’s a Great Life0659Januar 1968

Good Old Mountain Dew / Mental Journey6871968

Something Tells Me / Malaguena Salerosa7701968

El Nino Del Tambor / Nocho De Paz8011968

Come a Little Bit Closer / Pata Cum Cum814Februar 1969

Don’t Let the Sun Catch You Cryin’ / My Baby Loves Sad Songs8251969

Games People Play / Love Story8791969

5 O’Clock World / You Make My Day9121970

Mexican Medicine Man / Time to Get It Together9331970

Su-Kal-De-Don / Mexican Medicine Man9471970

Let’s Think About Living / There Was a Crooked Man09751970

LPs

TitelKatalog-Nr.Veröffentlichung

Trini Lopez at PJ’sReprise 60931963

More Trini Lopez At PJ’sReprise 61031964

On The MoveReprise 61121964

The Latin AlbumReprise 61251964

Live At Basin St. EastReprise 61341964

The Folk AlbumReprise 61471965

The Love AlbumReprise 61651965

The Rhythm & Blues AlbumReprise 61711965

The Sing-Along World Of Trini LopezReprise 61831966

TriniReprise 61961966

The Second Latin AlbumReprise 62151966

Greatest Hits!Reprise 62261967

Trini Lopez In LondonReprise 62381967

Trini Lopez – Now!Reprise 62551967

CDs

TitelLabelVeröffentlichung

Welcome To Trini CountryCollectables1990

Teenage Love SongsBear Family1995

Hits & RaritiesMarginal1996

Singles CollectionReyes2001

Only The Best Of Trini LopezCollectables2008

Sinner Not A SaintACE2011

Live At PJ’sWarner2013

Chartplatzierungen

12.08.2020 um 11:02 Uhr von Redaktion

Alben

JahrTitelChartplatzierungenAnmerkungen

DE DEAT ATUK UKUS US

1963Trini Lopez at PJ’s2

(13 Mt.)—7

(25 Wo.)2 Gold

(98 Wo.)

More Trini Lopez at PJ’s6

(10 Mt.)——11

(19 Wo.)

1964On the Move15

(3 Mt.)——32

(33 Wo.)

Live at Basin St. East———30

(22 Wo.)

The Latin Album11

(10 Mt.)——18

(24 Wo.)

1965The Folk Album36

(3 Mt.)——18

(23 Wo.)

The Love Album———32

(19 Wo.)

The Rhythm and Blues Album———46

(12 Wo.)

The Sing Along World of Trini Lopez———101

(10 Wo.)

1966Trini———54

(16 Wo.)

The Second Latin Album———110

(8 Wo.)

Greatest Hits———47

(11 Wo.)

1967Trini Lopez In London——6

(17 Wo.)114

(6 Wo.)

Now!———162

(7 Wo.)

1981Happy Trini Lopez9

(10 Wo.)2

(2½ Mt.)——

Literatur

12.08.2020 um 11:00 Uhr von Redaktion

Frank Laufenberg: Rock & Pop Lexikon, Econ Taschenbuch Verlag 1998, Band 1, S. 901, ISBN 3-612-26206-8.

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