Christopher Plummer

* 13.12.1929 in Toronto, Ontario
† 05.02.2021 in Weston, Connecticut
Erstellt von Medienhaus Aachen
Angelegt am 06.02.2021
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Christopher Plummer

06.02.2021 um 11:34 Uhr von Redaktion

Arthur Christopher Orme Plummer CC (* 13. Dezember 1929 in Toronto, Ontario; † 5. Februar 2021 in Weston, Connecticut) war ein kanadischer Schauspieler in Film, Fernsehen und Theater. Er galt als einer der herausragenden Charakterdarsteller seiner Generation und wurde mit zwei Emmy Awards, zwei Tony Awards sowie für seine Rolle in Beginners (2010) mit einem Oscar und einem Golden Globe geehrt.

Leben

06.02.2021 um 11:33 Uhr von Redaktion

Karriere

Plummer wurde als Sohn von Isabella Mary und John Plummer, damals Sekretär an der McGill University, in Toronto geboren. Einige Internetquellen geben als Geburtsort jedoch Montreal an.

 

Plummer gilt als einer der angesehensten Schauspieler klassischer Rollen in Nordamerika. Seine Karriere begann er auf kanadischen Bühnen sowie bei Radio und Fernsehen. Ab 1954 war Plummer am Broadway zu sehen und entwickelte sich dort zum Theaterstar. Einen Namen machte sich der vielseitige Darsteller vor allem in Shakespeare-Rollen, für die er sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa mehrfach prämiert wurde.

 

 

Plummer im Jahr 1959

Fotografie von Carl Van Vechten, aus der Van Vechten Collection der Library of Congress

Sidney Lumet ermöglichte Plummer 1958 in Eines Tages öffnet sich die Tür sein Leinwanddebüt. Eine seiner bekanntesten Rollen ist die des Baron von Trapp im Musical-Filmklassiker Meine Lieder – meine Träume (1965) von Robert Wise. Der Film brachte Plummer den großen Durchbruch in Hollywood, wenngleich er sich lange von ihm distanzierte. Zu den wichtigsten seiner weit über 80 Kinoparts zählen außerdem die des Duke of Wellington in Sergej Bondartschuks Geschichtsfilm Waterloo (1970), des Sir Charles Litton in der Komödie Der rosarote Panther kehrt zurück (1975) und die eines skrupellosen Bankräubers in The Silent Partner (1978). In John Hustons Der Mann, der König sein wollte (1975) spielte er den Literaturnobelpreisträger Rudyard Kipling, auf dessen gleichnamiger Erzählung der Film beruht.

 

Im Jahr 1971 spielte Plummer neben weiteren damals auf Ibiza lebenden Künstlern und Prominenten wie Erwin Bechtold, Robert Graves, Princesa de Borbón y Parma, Camilo José Cela, Leslie Grimes, Leonard Slater und Charles Orloff in dem Film Impromptu Balear von Regisseur Francisco Rovira Beleta.

 

Der Fangemeinde von Star Trek wurde er durch die Darstellung des bösen Klingonengenerals Chang in Star Trek VI: Das unentdeckte Land bekannt. Beachtet wurden auch seine Leistungen in der Stephen-King-Verfilmung Dolores (1994), in der er als Cop „Mackey“ Kathy Bates das Handwerk legen will, und sein Dr. Leland Goines in Terry Gilliams 12 Monkeys (1995). 1999 war Plummer in Michael Manns Thriller Insider und ein Jahr später als Doktor van Helsing in Wes Craven präsentiert Dracula zu sehen. 2009 spielte er in Ein russischer Sommer den Schriftsteller Lew Tolstoi in dessen letzten Lebenstagen.

 

Plummer war dem Fernsehen schon lange Jahre verbunden und auf dem Bildschirm weit über hundert Mal zu sehen, so etwa in der inzwischen legendären BBC-Produktion Hamlet at Elsinore, in Man and Superman, After the Fall, Die Dornenvögel, Jesus of Nazareth, Counterstrike oder in Nuremberg auf TNT. Erfolgreiche Bühnenauftritte absolvierte der Workaholic Plummer etwa in Cymbeline, Nina, The Starcross Story, Henry V, Medea, Julius Caesar, The Lark, Arturo Ui, J.B., The Royal Hunt of the Sun, The Good Doctor, Danton’s Death, Amphytrion, Othello, Macbeth und in No Man’s Land.

 

Für die Rolle des homosexuellen Hal in dem Film Beginners bekam er 2012 den Oscar als bester Nebendarsteller; er ist mit 82 Jahren der älteste Gewinner in dieser Kategorie. Zudem gewann er einen Golden Globe. 2015 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Ende 2017 stieg Plummer kurzfristig in Ridley Scotts Filmdrama Alles Geld der Welt ein, in welchem er die Rolle des Öltycoons J. Paul Getty übernahm, dessen Enkelkind entführt wird. Er ersetzte damit den eigentlichen Darsteller Kevin Spacey, dessen Szenen bereits abgedreht waren, aber wegen Vorwürfen sexuellen Missbrauchs als unhaltbar galt und aus dem Film gestrichen wurde. Plummer erhielt für Alles Geld der Welt eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller, was ihn mit 88 Jahren noch vor Gloria Stuart zum bisher ältesten Schauspieler macht, der je für einen Oscar nominiert wurde. 2019 war Plummer unter anderem in dem erfolgreichen Detektivfilm Knives Out – Mord ist Familiensache zu sehen, in dem er den unter geheimnisvollen Umständen verstorbenenen Familienpatriarchen spielte.

 

Zu den überaus zahlreichen Auszeichnungen, die er im Laufe seiner langen Karriere verliehen bekam, gehören unter anderem der Evening Standard Award (für Becket), der Tony Award (für Cyrano), der Emmy Award (für The Moneychanger), der Drama Desk Award, der Theatre World Award, der Drama League Award, der Outer Critics Circle Award, der Genie Award (für Murder By Decree), das Goldene Ehrenzeichen Österreichs, der Maple Leaf Award for Arts and Letters sowie der Ehrendoktortitel der Schönen Künste der New Yorker Juilliard School. 1986 wurde Christopher Plummer in die American Theater Hall of Fame gewählt.

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